Pfadfinder

Pfadfinder? Was macht ihr denn da? Jeden Tag ne gute Tat, alten Omas über die Straße helfen und Ameisen im Wald retten, oder?“

Solche Fragen muss man sich stellen lassen, wenn man jemandem mitgeteilt hat, dass man seine Freizeit mit den Pfadfindern verbringt. Ganz falsch ist es ja nicht, aber wieso hat sich gerade dieses Klischee im Volksmund so durchgesetzt?

Der Slogan „jeden Tag eine gute Tat" beschreibt mit wenigen Worten die Grundidee der größten Jugendbewegung der Welt. Aber Pfadfinder sein bedeutet mehr. Pfadfinder wollen so nah wie möglich an der Realität leben. Wir schauen nicht weg, wir engagieren uns, bei der Bereitstellung von Hilfspaketen oder bei der Schaffung von zusätzlichen Ausbildungsplätzen, und egal wo wir hingehen, wir verlassen einen Ort immer besser als wir ihn vorgefunden haben. Dies bleibt nicht unerkannt, so wurde die Pfadfinderbewegung bereits für den Friedensnobelpreis nominiert. Die Wurzel liegt allerdings in den unzähligen Stämmen, den Lagern und Aktionen, bei denen auch die Jüngsten schon früh die Möglichkeit haben Verantwortung zu übernehmen, gegenüber sich selbst, gegenüber anderen und gegenüber Gott. Getreu dem Motto „learning by doing“ kann sich jeder in verschiedenen Situationen ausprobieren, beim Umbau des Pfadiheims, bei der Planung von Lagern oder bei der Gestaltung von Gruppenstunden. Eigene Interessen fügen sich in die Gruppe oder den Stamm ein, und das alles im Einklang mit der Natur oder im Trubel der Großstadt, denn Pfadfinder sind einfach überall aktiv und stets im Zeitgeist.

Bei all diesen Vorsätzen kommt der Spaß nicht zu kurz, wodurch einmalige Erlebnisse geschaffen werden, die man sich auch noch Jahre später an einem warmen, knisternden Lagerfeuer erzählt. So entstehen Generationen übergreifende Freundschaften, die fürs Leben halten.

Dies ist das Geheimnis einer seit über 100 Jahren bestehenden Bewegung.
Gut Pfad