Baden Powell
Lord Robert Stephenson Smyth Baden-Powell, 1. Baron Baden-Powell, kurz: BP

Als Baden-Powell am 8. Januar 1941 in Nyeri, Kenia, stirbt kann er auf ein beachtliches Lebenswerk zurückblicken, denn er hat mehr als nur den Grundstein für die weltweite Pfadfinderbewegung geschaffen.
Am 22. Februar 1857, BP’s Geburtstag, konnte noch niemand erahnen, was der siebte von achten Söhnen, insgesamt zehn Kindern einer Londoner Familie, im Laufe seines Lebens aufbauen wird. Wenn er nicht gerade in der Natur unterwegs war, machte er sich ein Bild von der Stadt in der er lebte. So entdeckte er auch die armen Viertel der Metropole und erkannte, dass sich Menschen verschiedener Herkunft sehr stark durch ihre Kleidung unterscheiden, die Idee für die Kluft war geboren. Nachdem er sein ursprüngliches Ziel, die Universität von Oxford, nicht erreichte, schrieb er sich in der Militärakademie Sandhurst ein. Seine erste Station im Ausland war Indien, 1876. Hier konnte er sich gänzlich der Natur und seiner Leidenschaft dem Schauspiel widmen, indem er Theatervorführungen organisierte. Wegen seiner besonderen Fähigkeiten auf dem Gebiet der Orientierung, wurde er ausgewählt sogenannte Scouts auszubilden. Allerdings kamen ihm erste Zweifel, ob Krieg und die Art und Weise der britischen Kolonialherren im Umgang mit der Indischen Bevölkerung, richtig sind. Seine nächste Station war Südafrika, wo er sein Talent, als Meister der Orientierung wieder unter Beweis stellen konnte. Nachdem er, durch geschickte Verwendung von Nachrichtenboten, die Festung in Mafeking verteidigen konnte, wurde er zum britischen Volkshelden. Als BP am 30. Oktober 1912 Olave St.-Clair-Soames heiratet ist er bereits seit zwei Jahren aus dem Militärdienst ausgetreten und mit vollem Eifer am gründen der Pfadfinder.
Am 01. August 1907 veranstaltete er mit 21 Jungen das erste Pfadfinderlager auf Brownsea Island. Ein Jahr später wurde sein Buch „Scouting for Boys“ veröffentlicht. 1920 fand in London das erste Jamboree, unter Beteiligung von 34 Nationen, statt. Der Stein war ins Rollen gekommen und Baden-Powell zog sich nach Südafrika zurück. Seine letzten Gedanken widmete er in einem Brief an die Pfadfinder:
„Der wahre Weg, Glück zu erlangen, besteht darin, andere Menschen glücklich zu machen. Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als ihr sie vorgefunden habt.“
